Category Archives: Über Filme

justament.de, 5.4.2021: Und wir schaffen es doch!

Recht cineastisch Berlinale Spezial (2): „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Mara Speth

Thomas Claer

Er ist eine Mischung aus Späthippie und Sozialarbeiter, rein optisch, aber auch mit dem, was er so macht. Schlurfig angezogen, immer mit Pudelmütze, fläzt sich dieser freundliche ältere Herr hinter seinen Lehrertisch, und meistens macht er Musik mit seiner Klasse, spielt dazu Gitarre und singt selbstkomponierte Lieder. Solche Lehrer hat es früher bei uns in der DDR nie gegeben, später in Bremen habe ich sie ansatzweise erlebt und sehr gemocht. Herr Bachmann unterrichtet in der hessischen Kleinstadt Stadtallendorf Deutsch, Mathe, Englisch und Musik in einer Klasse, die fast nur aus Flüchtlings- und Migrantenkindern von überall her besteht. Natürlich ist es Schwerstarbeit, mit einem solchen Haufen fertigzuwerden. Aber so wie dieser Herr Bachmann es anstellt, wirkt es fast alles ganz mühelos. Er strahlt eine solche Herzenswärme aus, dass er von allen seinen Schülern gemocht wird. Und dabei gelingt es ihm ganz spielerisch, die Kinder immer wieder aufs Neue zu motivieren, ihr Möglichstes aus sich herauszuholen. Einen solchen Lehrer zu haben, ist so ziemlich das Beste, was jungen Menschen passieren kann. Und sie merken ja auch sehr genau, wie gut er es mit ihnen meint, und geben ihm ganz viel zurück.
Wer von sich denkt, dass er den Glauben an das Gute im Menschen verloren hat, sollte sich unbedingt diesen auf der (virtuellen) Berlinale völlig zurecht gefeierten Dokumentarfilm von Maria Speth ansehen, die den Lehrer Dieter Bachmann und seine Schüler jahrelang mit der Kamera begleitet hat. Auch wenn dieser Film 217 Minuten dauert, so hat er doch fast keine Längen, ist immer interessant, kurzweilig und nicht selten auch anrührend. Das schreibt übrigens jemand, der eigentlich gar keine Dokumentarfilme mag…

Herr Bachmann und seine Klasse
Deutschland 2021
Länge: 217 Minuten
Regie: Maria Speth
Drehbuch: Maria Speth, Reinhold Vorschneider
Darsteller als sie selbst: Dirk Bachmann, seine Klasse

justament.de, 8.3.2021: Frauentraum zum Frauentag

Recht cineastisch Spezial – Exklusiv von der (virtuellen) Berlinale: „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader

Thomas Claer

Welche Frau träumt nicht von einem Mann, der sich nur für sie und niemanden sonst interessiert, der immer an sie denkt, ihr Kaffee kocht und perfekt die Wohnung aufräumt, der ein toller Liebhaber ist, umwerfend aussieht und darüber hinaus auch noch überragende geistige Fähigkeiten mitbringt, kurz gesagt: der vollkommen und in jeder Hinsicht ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht? Regisseurin Maria Schrader hat diesen Traum nun zumindest filmische Wirklichkeit werden lassen. Wenige Tage vor dem diesjährigen Internationalen Frauentag, an dem diese Rezension erscheint, hatte ihr Film „Ich bin dein Mensch“ (Online-) Weltpremiere. Jedoch hat der Traummann Tom (Dan Stevens) der Berliner Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert), Mitte vierzig, dann doch einen winzig kleinen Fehler: Er ist nämlich genau genommen gar kein Mensch, sondern ein humanoider Roboter, allerdings einer der äußerst fortgeschrittenen Sorte. Schließlich befinden wir uns im Film bereits in der (relativ nahen) Zukunft. Dank ausgefeilter Algorithmen ist Tom exakt nach Almas Geschmack entwickelt worden und lernt außerdem auch noch ständig hinzu, während Almas Aufgabe darin besteht, nach dreiwöchigem Zusammenleben mit ihm ein Gutachten für die Ethik-Kommission über den Einsatz solcher Mensch-Maschinen zu verfassen. Man könnte die Konstellation also mit jener im Film „Her“ von Spike Jonze aus dem Jahr 2013 vergleichen, nur dass es darin um ein immaterielles Männertraumgeschöpf ging und diesmal gewissermaßen um fleischlich-real gewordene Frauenträume. Anfangs ist Alma, die in dieses Experiment nur widerstrebend eingewilligt hat, noch äußerst skeptisch, zumal sich Tom zunächst auch ziemlich affig benimmt. Doch hat sie seine intrinsischen Potentiale zur Selbstvervollkommnung unterschätzt. Sehr schnell merkt Tom, was bei Alma gut ankommt und was nicht, und so dauert es nicht lange, bis sie schließlich doch noch Feuer fängt…

Dieser Film ist witzig und tiefsinnig zugleich. Insbesondere wirft er – was keinesfalls gegen ihn spricht – viel mehr Fragen auf, als er beantworten kann. Na klar, die Gefahr ist riesengroß, dass sich die Menschen, sobald so etwas technisch möglich und verfügbar ist (und das wird es vermutlich schon bald sein, wenn auch zunächst nicht für alle), an Roboter-Freunde und -sexpartner gewöhnen, weil diese weitaus „pflegeleichter“ sind als menschliche Gefährten. Doch wird man Millionen vereinsamten Menschen dann diese für sie segensreiche Erfindung vorenthalten können? Und werden diese Roboter-Androiden im Laufe ihrer Interaktionen mit biologischen Menschen nicht womöglich doch irgendwann so etwas wie ein Bewusstsein ihrer selbst entwickeln? Da kommt was auf uns zu…

„Ich bin dein Mensch“
Deutschland 2021
Regie: Maria Schrader
Drehbuch: Jan Schomburg, Maria Schrader
Besetzung: Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Annika Meier u.v.a.

justament.de, 13.7.2020: Fernbeziehung fällt ins Wasser

Fernbeziehung fällt ins Wasser

Recht cineastisch, Teil 37: „Undine“ von Christian Petzold

Thomas Claer

Endlich mal wieder ins Kino nach der langen Corona-Pause. Da kommt „Undine“, das neue Werk von Christian Petzold, doch gerade richtig. Denn diesmal hat sich der Altmeister der „Berliner Schule“ einem besonders reizvollen Gegenstand gewidmet: dem alteuropäischen Undinen-Mythos, wonach jene Wassernymphen, deren bezaubernder Gesang mitunter nachts über unseren Gewässern zu hören sein soll, eine Seele bekommen, wenn sie sich mit einem Menschen vermählen. Wird derjenige seiner Undine jedoch untreu, dann tötet sie ihn und kehrt sodann wieder ins Wasser zurück.
Die Film-Undine (Paula Beer) allerdings lebt zunächst einmal im Hier und Jetzt, genau genommen am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte in einem winzigen Mikro-Apartment. Als junge Freelancerin arbeitet die promovierte Historikerin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und macht Führungen für Reisegruppen zum Thema Stadtgeschichte. Der Industrietauscher Christoph (Franz Rogowski) hört Undines Vortrag und ist gleich hin und weg von ihr. Dass Undine gerade von ihrem Mann (Jacob Matschenz) verlassen worden ist, macht sie besonders empfänglich für Christophs Verliebtheit, und die beiden erleben wie im Rausch eine beglückend intensive Zeit, der auch die unvermeidliche Pendelei – Christoph lebt und arbeitet in NRW – nichts anhaben kann. Dramatische Abschiede auf Bahnsteigen, das fortwährende Warten aufeinander, ein kleines Geschenk als Liebespfand – das volle Programm einer romantischen Fernbeziehung. Aber dann kommt es knüppeldick: Undine wird von ihrem Ex umgarnt, der sie zu sich zurückholen will, Christoph bemerkt das und verunglückt bald darauf beim Tauchen. Aber Undine opfert sich für ihn, der bereits hirntot im Krankenhaus liegt, indem sie den Mythos wahr macht, ihren nur vorübergehend reumütigen verräterischen Ex erwürgt und anschließend für immer in einen See abtaucht. In diesem Moment wird Christoph wundersamer Weise wieder gesund. Später beginnt er, da er Undine nicht mehr finden kann, eine Partnerschaft mit seiner Kollegin Monika (Maryam Zaree), die zwei Jahre später ein Kind von ihm erwartet. Dennoch bleibt er weiter besessen von Undine, die ihm unversehens bei einem Taucheinsatz unter Wasser begegnet und seine Hand ergreift. Fortan zieht es ihn immer wieder zu diesem See, an dem Undine ihm auch weiterhin als Wassergeist erscheint. Und so behält Christoph am Ende gleich zwei Partnerinnen: aus Fleisch und Blut an seiner Seite die eine, ein irreales Fabelwesen unter Wasser die andere. Und wieder einmal ist Christian Petzold ein ergreifender Film voller schöner Bilder gelungen.

Undine
Deutschland/Frankreich 2020
Regie: Christian Petzold
Drehbuch: Christian Petzold
Länge: 90 min
FSK: 12
Darsteller: Paula Beer (Undine Wibeau), Franz Rogowski (Christoph), (Monika), Jacob Matschenz (Johannes) u.v.a.

justament.de, 17.2.2020: Feindliche Übernahme

Recht cineastisch Spezial: Vier Oscars für „Parasite“ von Bong Joon-ho

Thomas Claer

„Kannst du nicht allen gefallen durch deine That und dein Kunstwerk, mach es wenigen recht“, riet Friedrich Schiller (1759-1802) und fügte hinzu: „Vielen gefallen ist schlimm.“ So war es früher, und so ist es erst recht auch noch heute: auf der einen Seite – in den Biotopen der Hoch- und Nischenkultur – die ausgefeilte Kunst für die wenigen Kenner und Connaisseure, auf der anderen die eher belanglosen Produkte der Massenkultur. Aber manchmal, vielleicht sogar öfter, als man denkt, überschneiden sich beide Sphären dann doch, und (beinahe) allen gefällt es.

Kann man nun also mit gutem Gewissen einen Film gut finden, der gleich vier Oscars gewonnen hat? Man kann, zumal wenn er als erste nicht-englischsprachige Produktion überhaupt in der Königskategorie “Bester Film” ausgezeichnet worden ist. Dem südkoreanischen Regisseur Bon Joon-ho, immerhin ein gelernter Autorenfilmer, ist mit „Parasite“ das Kunststück gelungen, unterhaltsames filmisches Erzählen mit kunstvollen Bildfolgen und schärfster Gesellschaftskritik zu verbinden – und damit den Geschmack nicht nur der Koreaner, sondern auch den der restlichen Welt zu treffen. Der Plot hat es wirklich in sich: Mit allerlei Tricks schleichen sich die Mitglieder einer armen Familie nach und nach ins Leben einer reichen Familie ein – eine Art feindliche Übernahme auf leisen Sohlen. Und so kommt man als Zuschauer schließlich ins Grübeln: Wer sind denn nun eigentlich die Parasiten? So spezifisch koreanisch vieles in diesem Film auch sein mag, die Grundfragen, die hier ganz beiläufig verhandelt werden, sind universell, und werden auch überall so verstanden. Und nebenbei zeigt dieser Film auch noch aller Welt, was gutes Kino ausmacht…

 

Parasite (Gisaengchung)
Südkorea 2019
Regie: Bong Joon-ho
Drehbuch: Bong Joon-ho, Han Jin-won
Darsteller: Song Kang-ho (Kim Ki-taek), Lee Sun-kyun (Park Dong-it), Jo Yeo-jeong (Yeon-kyo), Jang Hye-jin (Chung-sook) u.v.a.

justament.de, 9.9.2019: Aktuell wie uff’m Basar

Recht cineastisch Spezial: Vor 40 Jahren erschien „Das Leben des Brian“

Thomas Claer

Dieser Film gehört zu meinen cineastischen Lieblingswerken. Hier hat die britische Komiker-Truppe Monty Python vor vier Jahrzehnten einen wahren Filmklassiker erschaffen. Lange Jahre konnte – zumindest in unseren Breiten – keiner mehr so richtig verstehen, warum sich seinerzeit so viele über seine ruchlose Blasphemie aufgeregt hatten. Seit einigen Jahren aber hat so vieles von dem, was in diesem Streifen durch den Kakao gezogen wird, wieder traurige Aktualität erlangt: vom religiösen Fanatismus bis zum dilettantischen Sektierertum politischer Akteure. Aber statt nun noch mehr Worte über einen Film zu verlieren, über den doch längst schon alles gesagt ist, schildere ich lieber eine vor kurzem erlebte Begebenheit auf einem Berliner Flohmarkt, die mich stark an die Basarszene aus „Life of Brian“ erinnert hat:

Ein Flohmarktbesucher betrachtet an einem der Stände mit Interesse eine potthässliche Porzellanfigur: „Wat soll‘n die kosten?“
Darauf der Händler: „20 Euro.“
Der Besucher: „Nee, dit is mir viel zu teuer. 15 Euro geb ick dir dafür.“
Der Händler: „20 Euro und keinen Euro wenija. Ick brauch det Geld.“
Der Besucher: „Na jut, 16 Euro.“
Der Händler: „Nüscht is: 19 Euro.“
So geht es noch einige Zeit hin und her. Schließlich einigen sie sich auf 17,50 Euro. Der Kunde gibt einen 20-Euro-Schein. Aber der Händler kann ihm nicht rausgeben. Er hat nur einen 5-Euro-Schein.
Der Besucher, nach einigem Zögern: „Lass jut sein, passt schon.“
Der Händler schiebt ihm seinen 5-Euro-Schein zu: „Nee, den nimmste jetzt.“
Der Besucher, einen Schritt zurücktretend: „Nee, den kannste behalten, den will ick nich.“
Der Händler: „Det is jetzt nich dein Ernst. Du nimmst den jetzt!!“
Der Besucher, sich mit der Figur entfernend: „Nee, is jut.“
Der Händler läuft ihm nach mit dem Schein in der Hand: „Den nimmst du jetzt!!“
Im Gedränge kann ich die beiden nicht mehr sehen und erfahre so nicht mehr, wie es ausgegangen ist…

justament.de, 5.8.2019: Ich mach dich Friedhof!

Recht cineastisch, Teil 36: „Nur eine Frau“ von Sherry Hormann

Thomas Claer

„In meinem Land herrscht Gewissens- und Fickfreiheit!“ (nach anderer Quelle: “In meinem Staat herrscht Gedanken- und Fickfreiheit!“), soll Friedrich der Große (1712-1786) einmal geäußert haben. Aber auch dies (in mäßigem Deutsch): „Alle Religionen Seindt gleich und guht wan nuhr die leüte so sie profsiren Erliche leüte seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wollten das Land Pöpliren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.“ Zweieinhalb Jahrhunderte später zeigt sich nun, dass es mitunter gar nicht so einfach ist, diese im Grunde sehr löbliche Toleranz- und Willkommenskultur unter einen Hut zu bringen. Denn die Probleme beginnen spätestens dann, wenn man sich ausgesprochene Intoleranzkulturen ins Land holt, die gerade auch in ihren Gotteshäusern Stimmung gegen die liberale Mehrheitsgesellschaft machen und diese verachten. Ob es einem gefällt oder nicht: Zu Deutschland gehören mittlerweile auch Familienstrukturen mit archaisch geprägten Ehrvorstellungen, die ihren Angehörigen (und nicht nur ihnen) das Leben zur Hölle machen – und das auch noch mitten in unseren weltoffenen Großstädten, in denen doch jeder nach seiner Facon glücklich werden sollte. Schuld daran ist gewiss nicht „der Islam“ und sind schon gar nicht „die Muslime“, denn diese und jener sind ihrerseits sehr vielfältig und verdienen es nicht, über einen Kamm geschoren zu werden. Dennoch kann man es nur als völlig falsch verstandene Toleranz ansehen, wenn unsere Rechtsordnung es hinnimmt, dass Frauen in bestimmten Milieus als Menschen zweiter Klasse behandelt und ihnen elementare Freiheiten vorenthalten werden. (Und dass ein Teil der muslimischen Frauen sich auch noch freiwillig solchen rückständigen Moral- und Bekleidungsvorschriften unterwirft, macht alles nur noch schlimmer.)

Der Ehrenmord an der türkisch-kurdischstämmigen Berlinerin Hatun Sürüci, der 2005 deutschlandweit für Entsetzen gesorgt hatte, ist nun mitsamt seiner Vorgeschichte und seinen Folgen auf eindrucksvolle Weise von Sherry Hormann verfilmt worden. Dieser Film ist zugleich ein Aufschrei der Empörung über die – wie zu befürchten ist – hierzulande noch immer zahlreichen in ähnlicher Weise bestehenden familiären Unterdrückungs- und Überwachungsstrukturen. Und vor allem setzt er jenen tapferen Frauen (und manchmal auch Männern) ein Denkmal, die sich dagegen zur Wehr setzen.

Nur eine Frau
Deutschland 2019
97 Minuten, FSK: 12
Regie: Sherry Hormann
Drehbuch: Florian Oeller
Produktion: Sandra Maischberger
Darsteller: Almila Bagriacik (Hatun Aynur Sürüci), Aram Arami (Tarik Sürüci), Jacob Matschenz (Tim) u.v.a.

justament.de, 24.6.2019: Menage-a-trois am Han-Fluss

Recht cineastisch, Teil 35: „Burning“ von Lee Chang Dong

Thomas Claer

Das südkoreanische Kino ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Vielleicht sei es, so mutmaßte schon vor mehr als einem Jahrzehnt das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, „das coolste Kino der Welt“. Nun hat mit „Parasite“ von Bong Joon Ho erstmals ein Film aus dem Land der Morgenstille die „Goldene Palme“ in Cannes gewonnen. Grund genug, sich den ebenfalls hochgelobten koreanischen Vorjahres-Beitrag in Cannes, den Film „Burning“ von Lee Chang Dong, der nun in unsere Kinos kommt, einmal anzusehen.

Hierbei handelt es sich um die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami aus dem Jahr 1983. Haruki Murakami? Richtig, der japanische Schriftsteller, über dessen Buch „Naokos Lächeln“ sich vor 19 Jahren das „Literarische Quartett“ so sehr in die Wolle kriegte, dass Sigrid Löffler nach der Sendung verärgert ihren Austritt aus dem Quartett erklärte. (Für sie war das Buch „literarisches Fastfood“, während es Marcel Reich-Ranicki als „fabelhaft und hocherotisch“ ansah. Natürlich gilt Haruki Murakami heute längst als Schriftsteller von Weltrang…)

Regisseur Lee Chang Dong verlegt nun also die Handlung aus Harukis 36 Jahre alter Geschichte ins Südkorea der Gegenwart. Und dies funktioniert durchaus, denn das Phänomen der zornigen und frustrierten jungen Menschen auf Sinnsuche, die sich in ihrem Außenseitertum eingerichtet haben, ist mittlerweile auch im einstigen Tigerstaat am Han-Fluss angekommen. Was die Japaner schon vor Jahrzehnten kannten, spüren nun auch die lange Zeit von traumhaften Wirtschaftswachstumsraten verwöhnten Südkoreaner: Es ist für junge Leute selbst mit guter Qualifikation nicht mehr so leicht wie früher, irgendwo unterzukommen. Und so mancher wird dabei, was in diesem Land mit seiner traditionell so starken sozialen Kontrolle eigentlich gar nicht vorgesehen ist, zum Individualisten.

So auch Jongsu (Yoo Ah In), der Held dieses Films, ein junger Hochschulabsolvent (Studienschwerpunkt: Kreatives Schreiben), der sich mit Gelegenheitsjobs und Arbeiten auf dem Bauernhof seines Vaters über Wasser hält, während er bereits an seinem Roman-Debüt arbeitet. Eines Tages begegnet ihm so etwas wie der feuchte Traum jedes (angehenden) Schriftstellers: eine attraktive junge Dame, die ihn ausgiebig für sein Tun bewundert. Dass Jongsu einen Roman schreibt, findet Haemi (Jeon Jong Seo), die ebenfalls von Gelegenheitsjobs lebt und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens eine Reise nach Afrika unternehmen will, „mochitda“. Dieses kaum ins Deutsche übersetzbare koreanische Wort (es entspricht in etwa dem englischen „handsome“) bedeutet so viel, wie dass sie Jongsu für einen tollen Typen hält. Sehr schnell kommen beide auch zur Sache, wobei die Initiative eindeutig von Haemi ausgeht. Doch dann fliegt Haemi für ein paar Wochen nach Afrika, während Jongsu ihre Katze versorgt. Und zurück kommt Haemi zu Jongsus großem Verdruss in Begleitung des einige Jahre älteren Ben (Steven Yeun), der ebenfalls großen Gefallen an Haemi gefunden hat. Ben ist, in krassem Gegensatz zu den beiden anderen Protagonisten dieser Dreiecksgeschichte, offenbar steinreich und protzt ganz hemmungslos mit seinem Porsche und seinem Luxus-Apartment im mittlerweile weltweit berüchtigten Seouler Nobel-Bezirk Gangnam. Es versteht sich, dass Jongsu in diesem ungleichen Wettbewerb denkbar schlechte Karten hat…

Doch will Haemi, die sonst kaum soziale Bindungen hat und von ihrer Familie verstoßen wurde, am liebsten beide junge Männer gleichzeitig als Freunde (und offenbar auch als Liebhaber) behalten. Ben, der oberflächliche und egomanische Yuppi, der seinerseits Kontakte zu vielen weiteren jungen Damen unterhält, sieht das alles ganz locker, während Jongsu von nun an Höllenqualen der Eifersucht erleidet. Immer wieder treffen sie sich zu dritt, mal in Bens durchgestylter Wohnung, mal auf Jongsus schäbigem Bauernhof, wo sich Haemi in der Abendsonne ihrer Kleidung entledigt und ihren beiden Verehrern nackt etwas vortanzt. (Die schockierende Wirkung solcher Bilder im streng konfuzianischen Korea lässt sich leicht vorstellen…) Beiläufig berichtet Ben noch von seinem bizarren Hobby, ab und zu ein Gewächshaus auf dem Lande anzuzünden. Bis zum Ende des Films wird nicht klar, ob er dies womöglich nur erfunden hat.

Plötzlich ist Haemi spurlos verschwunden und weder für Jongsu noch für Ben erreichbar. Jongsu verdächtigt (ohne dies jemals auszusprechen) Ben, ihr etwas angetan zu haben. Doch aus verschiedenen Quellen erfährt er, dass Haemi wohl erhebliche Kreditkartenschulden angehäuft haben soll, weshalb sie auch aus diesem Grunde schlicht untergetaucht sein könnte. Die Suche nach der verschwundenen Haemi wird nun für Jongsu zur großen Obsession. Doch hilft ihm alles Träumen und Masturbieren und Spekulieren und Spionieren nichts. Haemi taucht nicht wieder auf. Das Ende des Films, in dem sich Jongsus angestauter Groll entlädt, soll hier allerdings nicht verraten werden. Und vielleicht hat er es sich, wofür gewisse Indizien sprechen, ja auch nur vorgestellt, und es ist bereits ein Teil seines Romans… Kurzum: ein starker, ein sehenswerter Film.

Burning
Südkorea 2018
148 Minuten
Regie: Lee Chang Dong
Drehbuch, Oh Jung Mi, Lee Chang Dong
Darsteller: Yoo Ah In (Lee Jongsu), (Ben), Jeon Jong Seo (Shin Haemi)

justament.de, 5.5.2019: Widersprüchlicher Weltverbesserer

Recht cineastisch Spezial: „Goldene Lola“ für „Gundermann“ von Andreas Dresen

Thomas Claer

Nein, diesen Film wollte ich eigentlich gar nicht sehen. Musikfilme sind eigentlich nicht so meine Richtung, zumal die Songs des stasiverstrickten DDR-Liedermachers und Baggerfahrers Gerhard Gundermann (1955-1998) bislang auch nicht gerade zu meinen großen Vorlieben zählten. Doch nun bin ich sehr froh, doch noch den Weg ins Kino „Casablanca“ in Adlershof gefunden zu haben, wo „Gundermann“ (D 2018) anlässlich der Preisverleihung am Wochenende noch einmal gezeigt wurde. Beinahe hätte man uns nicht mehr hereingelassen. Eine lange Schlange von Interessenten stand vor dem Kino bis auf die Straße. Als wir mit leichter Verspätung eintrafen, hörten wir eine laute Stimme rufen: „Ich frage jetzt zum letzten Mal: Hat noch jemand Online-Tickets nicht abgeholt??“ Ja, das waren wir. Zum Glück hatten wir schon vorher gebucht. Seufzend und stöhnend lief die enttäuschte Menschenmenge auseinander, denn unsere beiden Karten waren die letzten verfügbaren.

Ob einem dieser Gundermann gefällt oder nicht, er ist eine hochinteressante Figur. Und mit ihm hat Regisseur Andreas Dresen auf seine leise unaufdringliche Weise auch gleich noch die ganze alte versunkene schäbige DDR-Welt wieder zum Leben erweckt. Wer eine möglichst genaue Vorstellung vom damaligen Leben jenseits des eisernen Vorhangs bekommen möchte, sollte unbedingt diesen Film sehen. Die Schauspieler wirken, wie so oft in Andreas-Dresen-Filmen, allesamt beinahe so echt wie in einem Dokumentarfilm.

Wer es schon immer unverständlich fand, wie ein sensibler Künstler, ein Weltverbesserer mit höchstem moralischen Anspruch, jahrelang seine Mitmenschen ausspionieren und an die Stasi verpfeifen konnte und sich hinterher dafür gar nicht richtig entschuldigen mochte, wird durch diesen Film zwar auch nicht unbedingt schlauer, denn die nachvollziehbaren Gründe dafür gibt es einfach nicht. Aber man blickt nach diesen über zwei Stunden doch mit anderen Augen auf all diese Dinge. Manches hat eine gewisse Logik und dann auch wieder nicht. Vieles ist Psychologie. Dieser hochreflektierte, belesene, immer wieder Karl Marx zitierende Dichter und Musiker Gundermann lebt in einer ganz eigenen Welt, in der Welt seiner Sehnsüchte, Wünsche und Hoffnungen vor allem. Obwohl er so vieles in seiner Gesellschaft kritisch hinterfragt, glaubt er doch felsenfest daran, etwas Gutes zu tun, wenn er Fluchtwillige verrät.

Grandios dargestellt ist, wie stark sich Politisches, Privates und Künstlerisches im Leben dieses merkwürdigen Musikpoeten immer wieder gegenseitig beeinflusst. Seine künstlerisch besten Jahre hat er ausgerechnet während seiner aktiven Zeit als Stasi-Spitzel – und während seiner jahrelangen unglücklichen Liebe zur anderweitig verheirateten schönen Conny. Unzählige Lieder schreibt er für sie, bis sie dann doch noch zur Frau an seiner Seite wird. Felsenfest steht sie zu ihm, als er nach der Wende als Stasi-Informant enttarnt wird. Doch Gundermann selbst zerbricht daran und stirbt mit gerade erst 43 Jahren.

Gundermann
Deutschland 2018
Länge: 127 Minuten
Regie: Andreas Dresen
Drehbuch: Laila Stieler
Darsteller: Alexander Scheer (Gerhard Gundermann), Anna Unterberger (Conny), Benjamin Krause (Wenni) u.v.a.

justament.de, 18.3.2019: Liebeskonfusion kurz vor dem Mauerfall

Recht cineastisch, Teil 34: „Adam und Evelyn“ von Andreas Goldstein

Thomas Claer

Das Leben in Diktaturen ist, wie jeder weiß, kein Zuckerschlecken. Doch selbst dort kann man sich mitunter ganz behaglich einrichten, womöglich sogar ein kleines privates Paradies erschaffen. Adam (Florian Teichtmeister), die Hauptfigur in Andreas Goldsteins Debüt-Film „Adam und Evelyn“ nach dem gleichnamigen Roman von Ingo Schulze (2008), hat es nicht schlecht getroffen. Als freischaffender Damen-Konfektionsschneider in einer DDR-Kleinstadt kann er weitgehend tun und lassen, was er will. Die Staatsmacht kommt ihm, der politisch indifferent und ambitionslos ist, nicht in die Quere. Seine Aufträge kann er sich aussuchen, denn die sozialistische Mangelwirtschaft mit ihren potthässlichen Bekleidungs-Erzeugnissen aus den volkseigenen Betrieben sorgt für zuverlässige Nachfrage seiner Kundinnen nach hübschen und kunstvoll individuell geschneiderten Klamotten. Außerdem hat Adam mit der 28-jährigen Kellnerin Evelyn (er selbst ist schon einige Jahre älter) eine bildhübsche Freundin an seiner Seite und unterhält darüber hinaus noch erotischen Kontakt zu einer seiner Kundinnen, was sich wiederum besonders gut mit seinem Hobby verträgt, der Fotografie weiblicher Akte. Und so sitzt er nun tagaus, tagein entweder nähend in seinem idyllischem Garten oder Fotos entwickelnd im dunklen Keller seines großen, alten Hauses, das er nach dem Tod seiner Eltern gemeinsam mit Evelyn bewohnt. Doch irgendwann läuft Evelyns Eifersucht aus dem Ruder und bringt so eine Lawine ins Rollen. Hinzu kommt, dass wir uns im Wende-Jahr 1989 befinden. Niemand unter den fünf Protagonisten, die ihren Sommer-Urlaub am Balaton in Ungarn verbringen (neben Adam und Evelyn sind noch deren Freundin und Kollegin Simone, deren angeberischer West-Cousin Michael und Adams zur Republikflucht entschlossene Bekanntschaft Katja mit von der Partie), ahnt etwas von den grundstürzenden politischen Ereignissen, die unmittelbar bevorstehen. Und die sich bald auch mit den Liebeskonfusionen unter den Hauptpersonen verschränken…

Dem bereits 55-jährigem Film-Newcomer Andreas Goldstein, einem (weiteren) Sohn des DDR-Funktionärs Klaus Gysi, gelingt es über weite Strecken, die ganz eigentümliche Atmosphäre aus Ingo Schulzes vielschichtigem und anspielungsreichem Roman (mit hintergründig- ironischer BIBEL-Metaphorik) einzufangen. Zwar wirken die Figuren manchmal ein wenig hölzern und die Kameraführung etwas statisch, doch passt gerade dies gar nicht schlecht zu den dargestellten Ostdeutschen jener Zeit. Gut getroffen ist auch der „Besserwessi“ Michael, ein Biologe aus Hamburg, der mit dickem Auto und noch dickerer Brieftasche (und dabei einen FDP-Spruch nach dem anderen raushauend) vorübergehend Eindruck auf schöne Ost-Frauen wie Evelyn macht. Und besonders gelungen sind – wie schon in der Romanvorlage – die Dialoge zwischen den Beteiligten. Kostprobe: „Ist schon schlimm“, sagt Michael, „dass ihr im Osten so eingesperrt seid. Ihr kriegt ja gar nichts von der Welt zu sehen.“ Darauf Adam: „Also ich kriege immer eine Menge zu sehen, dazu muss ich nicht mal meinen Garten verlassen…“ Kurzum, eine gelungene und sehenswerte Roman-Adaption.

Adam und Evelyn
Deutschland 2018
1 Stunde 40 Minuten, FSK: 0
Regie: Andreas Goldstein
Drehbuch: Andreas Goldstein, Jakobine Motz
Darsteller: Florian Teichtmeister (Adam), Anne Kanis (Evelyn), Lena Lauzemis (Katja),Milan Zerzawy (Michael), Christin Alexandrow (Simone) u.v.a.

justament.de, 21.1.2019: Erfüllung mit Kollateralschäden

Recht cineastisch, Teil 33: „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ von Pawel Pawlikowski

Thomas Claer

„Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt“, lautet ein altes Sprichwort. Aber glücklicherweise stimmt schon die erste Hälfte dieses Satzes seit der Genfer Konvention von 1864 nicht mehr uneingeschränkt, und seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind Kriegsverbrechen sogar international geächtet. Auch was die zweite Hälfte des genannten Diktums angeht, hat sich inzwischen so manches, was früher als Kavaliersdelikt gegolten hat, in den Bereich des Justiziablen verschoben. Und dennoch ist die Liebe, um ein weiteres geflügeltes Wort aufzugreifen, bis heute zweifellos ein „Schlachtfeld“ geblieben – eines, um genau zu sein, im ebenfalls viel zitierten „Krieg der Geschlechter“. Vor allem darum geht es im neuen Film des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski: um eine große leidenschaftliche, aber auch zerstörerische Liebe. Der historische Hintergrund, der Kalte Krieg zwischen Ost und West mit den sich daraus ergebenden Zwängen, macht selbstredend alles noch viel dramatischer. Doch wäre die grundlegende Konstellation wohl auch im Hier und Jetzt vorstellbar.

Polen, 1948. Wiktor (Tomasz Kot), ein Pianist im mittleren Alter, entdeckt im Rahmen eines Forschungsprojektes über polnische Volksmusik auf dem Lande die grandios singende junge Zula (Johanna Kulig ) und verhilft ihr zur Aufnahme in die Warschauer Kunst-Akademie. Zwischen beiden entwickelt sich eine stürmische heimliche Affäre; heimlich, da Wiktor eigentlich noch mit seiner Kollegin Irena liiert ist. Die Verbindung hält sogar, als Zula ihrem Liebsten gesteht, dass sie ihn erzwungenermaßen für den staatlichen Geheimdienst ausspioniert. Und obgleich Zula ein durchaus ausgeprägtes Karrierebewusstsein an den Tag legt, schwört sie Wiktor, der politisch eher unzuverlässig (und daher für Zulas weiteres Fortkommen in diesem System wenig hilfreich) ist, dennoch ewige Liebe. Dabei hätte die bildhübsche und temperamentvolle Zula sich mit Leichtigkeit auch so ziemlich jeden anderen Mann angeln können. Zum Sehnsuchtsort der beiden Liebenden wird bald schon Berlin. Als das Volksmusik-Ensemble, in welchem Zula singt und das von Wiktor künstlerisch begleitet wird, 1952 endlich in der Hauptstadt der DDR gastiert, planen beide die Flucht in den West-Sektor. Doch Zula kommt nicht zum vereinbarten Treffpunkt, hat es sich in letzter Minute anders überlegt, und Wiktor flieht notgedrungen allein nach Paris. Erst Jahre später begegnen sie sich wieder, während Zulas Warschauer Ensemble in Paris gastiert. Längst leben beide in anderen Partnerschaften, doch merken sie beim Wiedersehen rasch, dass sie nicht mehr voneinander lassen können…

Im Folgenden vollzieht sich ein dramatisches Auf und Ab in ihrer Beziehung. Beide beweisen – nach einigem Hin und Her – eine enorme Opferbereitschaft füreinander und trotzen so den ihnen ungünstigen politischen Umständen. Wiktor nimmt eine Verurteilung zu 15 Jahren Arbeitslager in Polen in Kauf, um zu seiner Liebsten zurückkehren zu können. Zula, und das ist wirklich ungeheuerlich, nutzt ihre unvermindert starke Wirkung auf andere Männer, um gleich zweimal eine Ehe einzugehen, die jeweils einzig und allein die Erfüllung ihrer Liebe zu Wiktor voranbringen soll. Am Ende (1964) verlässt sie ihren zweiten Ehemann, einen Funktionär der Staatssicherheit, und ihren kleinen Sohn, um sich dem vorzeitig aus dem Lager entlassenen Wiktor in die Arme zu werfen. Im Abspann erfährt man schließlich noch, dass die Geschichte, die dieser Film erzählt, nicht etwa frei erfunden, sondern die wahre Geschichte der Eltern des Regisseurs ist.

Dieser in vieler Hinsicht beeindruckende Film, radikalästhetisch in schwarz-weiß gehalten und mit glänzenden Gesangseinlagen, entlässt den Zuschauer dennoch verstört und nachdenklich. So ergreifend die Unbedingtheit und Unerschütterlichkeit dieser Liebe auch ist, so fassungslos macht einen dann doch die Rücksichtslosigkeit der Protagonisten gegenüber all denen, die ihrer Liebe im Wege stehen. Oder die sogar – gleichsam als menschliche Werkzeuge – gezielt von ihnen benutzt werden. Ist daran nur der Kommunismus schuld, der schließlich die Liebenden mit Mauer und Stacheldraht voneinander getrennt hat? Wohl zumindest nicht ganz allein, sondern ebenso die universelle Problematik, dass die unbedingte Herbeiführung des eigenen Glücks mitunter das Glück der anderen zerstören kann. Wiktor und ganz besonders Zula handeln hier so skrupellos, dass es einem eiskalt den Rücken herunter läuft…

Cold War – Der Breitengrad der Liebe
Polen, Frankreich, Großbritannien 2018
84 Minuten, FSK: 0
Regie: Pawel Pawlikowski
Drehbuch: Pawel Pawlikowski, Janusz Glowacki
Darsteller: Johanna Kulig (Zula), Tomasz Kot (Wiktor) u.v.a.